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BESCHAFFUNGSMÖGLICHKEITEN

Der folgende Abschnitt erklärt die Nachhaltigkeitstandards für Baumwolle, sowie einige Programme und Codes, die im Rahmen des Beschaffungsprozesses hilfreich sein können.

Aufzählung in alphabetischer Reihenfolge:

Better Cotton Initiative (BCI)

Die Better Cotton Initiative (BCI) ist das weltweit größte Nachhaltigkeitsprogramm für Baumwollerzeuger. Die BCI strebt eine Transformation der Baumwollproduktion an: „Better Cotton“ soll den Massenmarkt erobern. BCI unterstützt den Produktionsstandard Better Cotton.

Dieser Produktionsstandard setzt sich aus sechs Ebenen zusammen.

  1. Prinzipien und Kriterien: Allgemeine Definition von „Better Cotton“.
  2. Kapazitätsaufbau: Unterstützung und Ausbildung der Landwirte für den Anbau von „Better Cotton“.
  3. Qualitätssicherungsprogramm: Regelmäßige Bewertung der Betriebe und Erfassung der Ergebnisse, wobei der Schwerpunkt auf kontinuierlicher Verbesserung liegt.
  4. Produktkette: Verbindung zwischen Angebot und Nachfrage nach „Better Cotton“.
  5. Rahmen für Angaben: Richtlinien für Mitglieder zur Gewährleistung einer korrekten Kommunikation.
  6. Ergebnisse und Auswirkungen: Misst die Fortschritte, um sicherzustellen, dass Better Cotton die beabsichtigte Wirkung entfaltet.

Cotton made in Africa (CmiA), myBMP und Algodão Brasileira Responsável (ABR) wurden erfolgreich mit dem Better Cotton Standard System abgeglichen und werden daher unter dem Dach des BCI als gleichwertig anerkannt.

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    http://bettercotton.org/

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    membership@bettercotton.org

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    +41 22 93 91 250

BCI Mitgliedschaft

  1. Für weiterführende Informationen über die BCI kontaktieren Sie bitte das BCI Membership Team (membership@Bettercotton.org).
  2. Erstellen Sie Ihren Business Case.
  3. Umfassende interne Angleichung und Unterstützung für den Beitritt zur BCI.
  4. Bewerben Sie sich um eine Mitgliedschaft.
  5. Die BCI führt eine Due Diligence-Prüfung durch.
  6. Die BCI genehmigt Ihren Antrag.
  7. Die endgültige Entscheidung fällt nach Rücksprache mit den BCI-Mitgliedern.
  8. Ihre Mitgliedschaft beginnt.
Mitgliedschaft

Als Mitglieder der BCI sind Einzelhändler und Marken verpflichtet, die Better Cotton-Produktkette umzusetzen und über Better Cotton zu informieren.

Für eine Mitgliedschaft können sich Einzelhändler und Marken an folgende E-Mail wenden: membership@bettercotton.org.

Audits/Verifizierung

Händler und Marken, die BCI-Mitglieder sind, setzen die Better Cotton-Produktkette um.

Sie sind verpflichtet, zur Umsetzung der Better Cotton-Produktkette die „Better Cotton Platform“ zu nutzen.

Die Dateneingaben auf der Plattform werden von der BCI auditiert.

Produkt-Prämie
  1. Baumwollbauern, die Mitglieder in der BCI sind, erhalten keine Prämien.
  2. Die Preise werden vom Markt festgelegt.

Im Fokus: die Baumwollbauern

Innerhalb von weniger als 10 Jahren haben die BCI und ihre Partner über 1,6 Millionen Baumwollbauern in 22 Ländern als Mitglieder gewonnen und sie in nachhaltigen landwirtschaftlichen Praktiken geschult. Heute entfallen mehr als 12% der weltweiten Baumwollproduktion auf Better Cotton. Nur dank einer gemeinsamen Anstrengung können Unternehmen von Landwirtschaftsbetrieben bis zu Mode- und Textilmarken zusammengebracht und der Baumwollsektor in Richtung Nachhaltigkeit geführt werden. Im Jahr 2020 wollen sie 5 Millionen Landwirte im nachhaltigen Baumwollanbau schulen und 30% der weltweiten Baumwollproduktion liefern.

Cotton made in Africa (CmiA)

Die Initiative Cotton made in Africa (CmiA) ist der größte Standard für nachhaltige Baumwolle aus Afrika. Die 2005 gegründete CmiA verfolgt das Ziel, die Arbeits- und Lebensbedingungen von Kleinbauern in den Ländern südlich der Sahara nachhaltig zu verbessern.

In Landwirtschafts- und Betriebs-Trainings werden Kleinbauern unter Anleitung von Agrarberatern (von CmiA-zertifizierten Partnern gestellt) in effizienten und umweltfreundlichen Anbaumethoden geschult. Dank des vermittelten Wissens können Landwirte die Nachhaltigkeitskriterien der CmiA erfüllen. Frauen werden durch eine Vielzahl von Maßnahmen zur Stärkung ihrer Rechte und ihrer Rolle in der Gesellschaft besonders unterstützt. Die Sensibilisierung der Baumwollbauern für die Gleichstellung der Geschlechter und das Verbot von Kinderarbeit ist für das CmiA-Programm von grundlegender Bedeutung.

Eine internationale Allianz von Textilunternehmen und -marken wird ins Leben gerufen, um ein starkes Nachfrage-Netzwerk für CmiA-Baumwolle aufzubauen. Die Partner integrieren die CmiA-geprüfte Baumwolle in ihre Lieferkette und zahlen für die Nutzung des CmiA-Siegels eine Lizenzgebühr. Durch den Erlös aus den Lizenzgebühren werden Schulungen, die regelmäßige Überprüfung des Anbaus und der Verarbeitung durch externe Auditoren, die Folgenabschätzung und weitere Projekte in der Subsahara-Region finanziert. Durch gemeinschaftliche Kooperationsprojekte wie die Unterstützung von Frauenvereinen oder die Errichtung von Wasserversorgungs- und Sanitäranlagen werden andere SDG-relevante Themen angegangen.

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    cottonmadeinafrica.org

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    info@abt-foundation.org

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    +49 (0)40 – 2576 – 755 – 00

CmiA Mitgliedschaft

  1. Kontaktieren Sie CmiA, um sich darüber zu informieren, wie und wo Sie CmiA-zertifizierte Baumwolle beziehen können.
  2. Wählen Sie mit Unterstützung von CmiA die passende Lizenz für Ihr Projekt.
  3. Für die Integration von CmiA in Ihre Wertschöpfungskette gibt es zwei Modelle: Hard Identity Preserved (HIP) und Massenbilanz (Mass Balance MB).
  4. Unterzeichnen Sie eine Lizenzvereinbarung mit CmiA.
  5. CmiA bietet laufende Unterstützung für das Lieferkettenmanagement, die Außenkommunikation und das Marketing.
Mitgliedschaft
  1. Unternehmen zahlen eine geringe Lizenzgebühr an CmiA für die Verwendung von nachhaltiger CmiA-zertifizierter Baumwolle in ihren Lieferketten.
  2. Die Lizenzgebühren werden direkt reinvestiert, um die Nachhaltigkeit im Rahmen des CmiA-Projekts und in den Baumwollanbaugebieten zu gewährleisten.
  3. Die Lieferketten von Unternehmen gewinnen an Transparenz und Rückverfolgbarkeit.
  4. Die Partnerunternehmen von CmiA können mit Unterstützung der Organisation auf Produkt- und/oder Unternehmensebene über ihr Engagement berichten.
Audits/Verifizierung
  1. Das Prüfsystem basiert auf der CmiA-Matrix für Nachhaltigkeitskriterien, die für Baumwollunternehmen und deren Zulieferer gelten.
  2. Die Baumwollunternehmen führen jährlich eine Selbstbeurteilung durch.
  3. Sowohl Baumwollunternehmen als auch Landwirte werden regelmäßig von unabhängigen externen Auditoren nach einem zweistufigen Verifizierungssystem geprüft (Prüfung des Anbaus und der Verarbeitung bzw. des Egrenierens).
  4. Die Baumwollunternehmen erstellen einen umfassenden Plan zur Steuerung und Optimierung der Nachhaltigkeit.
  5. Weisen die Baumwollunternehmen die Einhaltung der CmiA-Matrix nach, erhalten sie die Lizenz zum Verkauf ihrer Baumwolle mit CmiA-Zertifikat.
Produkt-Prämie

Es gibt keine Preisprämie.

FALLSTUDIE: Bonprix

Als einer der größten Einzelhandelspartner Afrikas hat Bonprix die CmiA-Story in seine Kundenkommunikation auf seiner Verkaufsseite im Internet integriert. In einem in den CmiA-Projektregionen in Uganda gedrehten Video stellt der Einzelhändler die vielen Gesichter hinter seinen Produkten vor:

https://www.bonprix.se/kategori/dam-dammode-a-oe-nachhaltige-produkte/

Im Fokus: die Baumwollbauern

Durch die Wahl von CmiA-zertifizierter Baumwolle für ihre Produktion unterstützen Textilunternehmen Baumwollbauern und ihre Familien in vielen Ländern weltweit. Baluku Bayeya und seine Frau Mary Mbambu sind zwei von über 1 Million Kleinbauern, die CmiA-zertifizierte Baumwolle anbauen: „Dank der CmiA-Schulung kann ich meine Familie besser unterstützen und mich mit anderen Baumwollbauern zusammenschließen. Seit meiner Teilnahme an der Schulung konnte ich mehr Baumwolle anbauen. So konnte ich mein Haus fertigbauen und das Schulgeld für meine Kinder bezahlen. Hoffentlich wollen Verbraucher auf der ganzen Welt mehr darüber erfahren, woher die Baumwolle in ihrer Kleidung stammt.“

Fairtrade

Durch eine Reform des konventionellen Handelssystems zielt Fairtrade darauf ab, benachteiligte Kleinerzeuger durch die Förderung fairer Handelsbedingungen und einen erweiterten Marktzugang zu unterstützen. Des Weiteren möchte Fairtrade die Position dieser Kleinerzeuger stärken und nachhaltige Lebensgrundlagen fördern.

Das Fairtrade-System besteht aus Fairtrade International, nationalen Organisationen, die Fairtrade lizenzieren und fördern, Produzenten-Netzwerken und FLOCERT, eine unabhängige Zertifizierungsstelle, die Produzenten und Akteure der Lieferketten bezüglich der Einhaltung der Fairtrade-Standards überprüft.

Die Fairtrade-Baumwollbauern erhalten den Fairtrade-Mindestpreis, der als Sicherheitsnetz gegen schwankende Marktpreise die Kosten einer nachhaltigen Produktion decken soll. Die Fairtrade-Prämie wird auf den Verkaufspreis angerechnet und stellt somit eine zusätzliche Einnahme dar, über deren Verwendung in der Landwirtschaftsgenossenschaft demokratisch abgestimmt wird. Die Prämie wird in die Unternehmen der Genossenschaft, in die Familien und in die Gemeinden, oft aber auch in Bildungsprojekte und die Gesundheitsversorgung oder in landwirtschaftliche Geräte zur Steigerung von Ertrag und Qualität usw. investiert. Die Genossenschaften werden darüber hinaus durch Vorfinanzierungsmaßnahmen, Kredite und den Abschluss langfristiger Verträge unterstützt.

Die Fairtrade-Standards dienen dem Schutz der Umwelt und der menschlichen Lebensgrundlagen und beinhalten strenge Regeln für die Verwendung von Pestiziden, den Schutz von Gewässern und der Biodiversität, die Vermeidung von Bodenerosion, für GVO sowie für eine Reduzierung des Energieverbrauchs und des CO2-Ausstoßes. Fairtrade fördert die Bio-Landwirtschaft; 75 % der Fairtrade-Baumwolle stammt aus kontrolliert biologischem Anbau.

Erstzertifizierungsprozess von Fairtrade für jeden Teil der Lieferkette.

  1. Überprüfung der anwendbaren Fairtrade-Standards
  2. Wenden Sie sich direkt an FLOCERT und bitten Sie um Zusendung der Bewerbungsunterlagen.
  3. Füllen Sie das Anmeldeformular aus und senden Sie es an FLOCERT zurück.
  4. FLOCERT führt nach Zahlung der Zertifizierungsgebühr ein Audit vor Ort durch.
  5. Im Falle von Unstimmigkeiten sind Korrekturmaßnahmen erforderlich.
  6. Sobald alle Korrekturmaßnahmen genehmigt sind, wird das FLOCERT-Zertifikat ausgestellt
Zertifizierung
  1. Die Zertifizierung ist für alle Hersteller und Unternehmen, die an der Lieferkette eines Fairtrade-Produkts beteiligt ist, obligatorisch.
  2. Die Unternehmen unterzeichnen eine Vereinbarung und zahlen eine geringe Lizenzgebühr an Fairtrade. Im Gegenzug dürfen sie die Fairtrade-Marke verwenden; die Rückverfolgbarkeit der von ihnen verwendeten Baumwolle wird bestätigt.
  3. Das Massenbilanzmodell ist eine gleitende, volumenbasierte Gebühr.
Audits/Verifizierung
  1. Trennung nach Produkten und physische Rückverfolgbarkeit auf allen Stufen der Lieferkette.
  2. Dreijähriger Zertifizierungszyklus mit Erstprüfung im Jahr Null für die gesamte Lieferkette.
  3. Bis zu zwei Bestätigungsaudits (gezielt oder unangekündigt) pro Zyklus.
  4. Bei den Audits werden die Einhaltung der Fairtrade Standards, die Entrichtung des Fairtrade-Premium-Betrags und eventuelle Abweichungen von Standards sowie ggf. Risiken bzw. Beschwerden geprüft.
  5. Beim Massenbilanzmodell findet die physische Trennung solange statt, bis der Spinnereibetrieb und Volumina über die Online-Plattform Fairtrace geprüft worden sind.
Produkt-Prämie
  1. Fairtrade-Prämie von 0,05 Euro/kg Baumwollsamen für Landwirte.
  2. Der Fairtrade-Mindestpreis variiert und wird für jede Region einzeln festgelegt.
  3. Der Fairtrade-Mindestpreis für Bio-Baumwolle liegt 20 % höher als der Preis für herkömmliche Baumwolle.
  4. Fairtrade-gekennzeichnete Produkte sind für das Unternehmen 5-12 % teurer. Dieser Prozentsatz könnte bei kleinen Volumina für KMU höher ausfallen, kann aber bei einem Massenbilanzmodell viel niedriger angesetzt werden.

FALLSTUDIE:

Im Fokus: die Bauern

Chetna Organic Agriculture Producer Company Ltd (COAPCL), Indien http://www.fairtrade.org.uk/Farmers-and-Workers/Cotton/CHETNA-ORGANIC-AGRICULTURE-PRODUCER-COMPANY-LTD

Chetna Organic wurde 2004 gegründet und unterstützt mehr als 15.000 Landwirte dabei, ihre Anbausysteme nachhaltiger und rentabler zu gestalten.

Chetna Organic Agriculture Producer Company Ltd (COAPCL) ist Teil der Entwicklungsinitiative Project Chetna, die das Leben von Kleinbauern und marginalisierten Baumwollbauern in verschiedenen, natürlich bewässerten Baumwollanbaugebieten in Indien zu verbessern möchte.

Weitere Informationen: http://www.fairtrade.org.uk/Farmers-and-Workers/Cotton/CHETNA-ORGANIC-AGRICULTURE-PRODUCER-COMPANY-LTD

myBMP

myBMP (Best Management Practices) ist der Umweltmanagementstandard der australischen Baumwollindustrie für Landwirte, Egrenierer und Sortierer. Der Standard beinhaltet Mechanismen zur Selbstbewertung, praktische Instrumente und Ressourcen, Beratung vor Ort, technische Unterstützung und unabhängige Audits durch Dritte. Hiermit soll gewährleistet werden, dass australische Baumwollbauer bewährte Verfahren zur Herstellung wirtschaftlich, sozial und ökologisch nachhaltiger Baumwolle anwenden.

myBMP ist ein ganzheitlicher Ansatz für die Landwirtschaft, der aus über 400 Standards besteht, die die Landwirte erfüllen müssen, um eine vollständige Zertifizierung in 10 Modulen zu erhalten:

  • Biosicherheit – Vermeidung, Bekämpfung und Kontrolle von Schädlingen und Krankheiten
  • Energie- und Aufwandseffizienz – effizienter Energieaufwand bei Strom, Kraftstoff und Düngemittel
  • Faserqualität – Anbau von Baumwolle der bestmöglichen Qualität
  • Arbeitskräfte, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz
  • Integriertes Schädlingsmanagement
  • Nachhaltige Naturlandschaften
  • Pestizidmanagement, Lagerung und Handhabung
  • Lagerung und Handhabung von Petrochemikalien
  • Bodengesundheit – Erhaltung und/oder Verbesserung der Bodenqualität und Fruchtbarkeit
  • Wasserwirtschaft – Qualität, Effizienz der Speicherung und Verteilung

Im Jahr 2017 wurden mehr als 610.000 Ballen Baumwolle von myBMP-zertifizierten Betrieben produziert. Die Teilnahme am myBMP-Programm verzeichnet einen Zuwachs von 20 % pro Jahr und die Zahl der myBMP-zertifizierten Betriebe hat sich in zwei Jahren mehr als verdoppelt.

Beschaffungsverfahren

myBMP cotton hat ein anderes Aufnahmeverfahren als andere Standards. myBMP/ australische Baumwolle kann über die Lieferkette bezogen werden, ohne dass man Mitglied einer bestimmten Organisation werden muss.

  1. Kontaktieren Sie Cotton Australia unter cotton2market@cotton.org.au, wenn Sie sich über die Verwendung von myBMP/Australischer Baumwolle informieren wollen.
  2. Cotton Australia arbeitet mit der Marke bzw. dem Händler zusammen, damit myBMP / Australische Baumwolle bezogen und in die jeweilige Lieferkette integriert werden kann.
  3. Die Handelsmarke kann die Verwendung der australischen Baumwollmarke(n) auf dem Produkt beantragen.
  4. Die Handelsmarke unterzeichnet einen Lizenzvertrag mit Cotton Australia.

Zertifizierung auf landwirtschaftlicher Ebene

  1. Baumwollbauern registrieren sich online auf www.myBMP.com.au
  2. Das von Cotton Australia geführte myBMP-Büro richtet für dem Baumwollbauern ein Benutzerkonto ein und bietet ihm erste Beratung und Unterstützung bei der Einführung in das Programm.
  3. Der Baumwollbauer arbeitet alle Module durch und bewertet seine Ergebnisse selbst.
  4. Wenn alle Punkte auf der Checklist der Stufe 1 und 2 abgeschlossen sind, beantragt der Baumwollbauer ein Audit. Hierfür wählt er aus einer Liste einen akkreditierten, unabhängigen Auditor aus.

Weitere Informationen finden sie hier

myBMP Mitgliedschaft

Mitgliedschaft

Keine Mitgliedsbeiträge.

Audits/Verifizierung

Zertifizierungsaudits

  1. Sobald die Risikobewertung abgeschlossen ist und der Baumwollbauer davon ausgeht, dass er alle Zertifizierungsstandards erfüllt, wird er, falls er eine myBMP-Zertifizierung anstrebt, unabhängig auditiert.
  2. Antrag des Audits im Betrieb.
  3. Der Auditor überprüft die Bewertung des Baumwollbauers und die dazugehörige Dokumentation und hält sich bei der Prüfung des Landwirtschaftsbetriebs an das myBMP-Auditverfahren und die myBMP-Richtlinien.
  4. Anhand des Auditberichts wird festgestellt, ob der Baumwollbauer alle myBMP-Zertifizierungsstandards erreicht hat und zertifiziert werden kann. Ein verliehenes myBMP-Zertifikat ist fünf Jahre lang gültig.

Zufällige Audits
Um die Wirksamkeit des Zertifizierungsprozesses zu garantieren, werden stichprobenartige Überwachungsaudits in allen zertifizierten Betrieben durchgeführt.

Produkt-Prämie
  • Australische Baumwollproduzenten erhalten für die Teilnahme am myBMP-Programm keine Prämie.
  • Die Preise werden vom Markt festgelegt.

Im Fokus: die Baumwollbauern

„Vor über zwei Jahren wurde unser Betrieb in das myBMP-Programm der australischen Baumwollindustrie aufgenommen. Wir stellten fest, dass wir für die meisten Module bereits ein hohes Niveau an Nachhaltigkeit erreicht hatten. Dank des Verfahrens konnten wir jedoch in bestimmten Bereichen weitere Verbesserungen erzielen. Dieser Ansatz der kontinuierlichen Verbesserung ist für unsere Anbaustrategie von zentraler Bedeutung; sie konzentriert sich auf die Verbesserung von Ertrag und Rentabilität, einen möglichst effizienten Wasserverbrauch, die Reduzierung von Pestiziden und Düngemitteln sowie den Einsatz von Technologien zur Innovationsförderung. Am wichtigsten ist uns jedoch, dass wir unseren Betrieb einmal in einem guten Zustand hinterlassen wollen und dass wir uns eher als Hüter denn als Eigentümer unserer Ländereien verstehen.“

Nigel und Beth Burnett
Colorada Cotton
Emerald (Queensland, Australien)

Definition Bio-Baumwolle

Bio-Baumwolle ist Baumwolle, die nach den Richtlinien der biologischen Landwirtschaft produziert und zertifiziert wird. Ökologische Produktionssysteme regenerieren und erhalten die Bodenfruchtbarkeit, setzen auf eine Landwirtschaft mit biologischer Vielfalt und verbieten den Einsatz von synthetischen, toxischen und dauerhaft wirkenden Pestiziden und Düngemitteln sowie von gentechnisch verändertem Saatgut.

Standards für die ökologische Landwirtschaft

IFOAM – Organics International ist eine länderübergreifende Vereinigung für den ökologischen Landbau, sie verantwortet die „IFOAM-Familie der Standards“ für den ökologischen Landbau. Zu den am häufigsten Bio-Standards für Bio-Baumwolle gehören u.a. das National Organic Program (NOP) des US-amerikanischen Landwirtschaftsministeriums, die EU-Bio-Verordnung und das National Programme for Organic Production (NPOP) in Indien, für das die Exportbehörde für landwirtschaftliche Produkte (APEDA) die Verantwortung trägt.

Standards für die Bio-Produktkette und für die Textilverarbeitung

Der Standard für biologische Inhalte Organic Content Standard (OCS) von Textile Exchange und der globale Standard für Bio-Textilien Global Organic Textile Standard (GOTS) sind auf Freiwilligkeit beruhende Standards, die eine Produktkettengarantie vom Erzeuger bis zum Endprodukt bieten, wobei der GOTS-Standard auch soziale und ökologische Kriterien für die Textilverarbeitung vorschreibt.

Textile Exchange

Textile Exchange sammelt Daten über die weltweite Produktion von Bio-Baumwolle, beruft einen runden Tisch, den Organic Cotton Round Table, ein und informiert über Bio-Baumwolle auf der Website aboutorganiccotton.org und im Leitfaden Quick Guide to Organic Cotton. Obwohl es keinen übergreifenden Verband für Bio-Baumwolle gibt, unterstützt Textile Exchange in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen die Branche.

Organic Cotton Accelerator (OCA)

Als Katalysator vereint die OCA alle, die sich für einen Wandel hin zu Bio-Baumwolle einsetzen. Neben marktgesteuerten, langfristig überlebensfähigen und skalierbaren Maßnahmen baut die OCA auf bestehenden Initiativen auf, mobilisiert weitere Beteiligte und schafft somit viele Möglichkeiten entlang der Lieferkette.

Seit 2018 vertritt OCA die Interessen von 70% des Bio-Baumwollsektors. Jedes Jahr voranstaltet OCA den Organic Cotton Summit, ein mehrtägiges Treffen für seine weltweiten Partner, um die gemeinsame Arbeit in die Zukunft der Bio-Baumwolle zu feiern. Wenn Sie an einer Mitgliedschaft interessiert sind oder mehr erfahren möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an secretariat@organiccottonaccelerator.org und folgen Sie uns auf Twitter, Instagram und Facebook.

 

 

 

 

 

Einkaufsleitfaden Bio-Baumwolle

Im 2019 veröffentlichen Einkaufsleitfaden Bio-Baumwolle finden Sie praxisnahe Antworten auf die Frage, wie Unternehmen Bio-Baumwolle beschaffen können. Herausgeber sind das Textilbündnis zusammen mit der C&A Foundation, dem Organic Cotton Accelerator und Helvetas. Der Leitfaden bietet Unternehmen, die erstmals Bio-Baumwolle beschaffen oder ihren Anteil an Bio-Baumwolle steigern möchten, praxisnahe Tipps und erklärt in sechs Schritten, wie Bio-Baumwolle in der Lieferkette verankert werden kann.

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    http://aboutorganiccotton.org/

Mitgliedschaft

Zertifizierung auf landwirtschaftlicher Ebene

Der Produzent (oder gelegentlicher Käufer) der Bio-Baumwolle übernimmt die Zertifizierungskosten.

In den USA kostet die Zertifizierung landwirtschaftlicher Betriebe ca. 750 US-Dollar pro Betrieb und Kalenderjahr.

Bei Für Kleinbauern (z.B. in Afrika und Indien) kann die Zertifizierung auf Gruppenebene erfolgen, falls die Bauern in Erzeugergemeinschaften arbeiten. Hierbei kommt das „Interne Kontrollsystem“ zur Anwendung. Weitergehende Informationen: IFOAM Internal Control Systems for Group Certification.

Audits/Verifizierung

Ein Audit durch Dritte ist erforderlich.

Es finden ebenfalls jährliche und auch unangekündigte Audits statt.

Das Zertifikat ist ein Jahr lang gültig.

Unterschiede bei Bioqualität

Die Landwirte können für ihre Erzeugnisse aus ökologischem Landbau Preise zwischen 5 % und 50 % über den konventionellen Rohstoffpreisen erzielen und/oder andere vereinbarte Bedingungen wie z.B. Vorfinanzierung erhalten.

Die Unterschiede bei Bio-Baumwolle und Baumwollfasern variieren je nach Qualität, Anbaugebiet und den jeweiligen Vereinbarungen zwischen den Handelspartnern.

Weitere Informationen finden Sie im Bericht Kering/Textile Exchange über Organic Cotton Pricing and Trading (Preisgestaltung und Handel mit Bio-Baumwolle).

FALLSTUDIE: prAna

prAna: Der letzte Schritt bei der Umstellung auf 100 Prozent Bio-Baumwolle ist getan

Im Jahr 2018 haben wir unser Ziel erreicht: alle Baumwollprodukte von prAna sind zu 100 % biologisch! Wir setzen uns dafür ein, herkömmliche Baumwolle in unseren Produkten zu ersetzen. Dies steht ganz im Sinne der anhaltenden Dynamik des Sustainable Clothing Movement (Bewegung für nachhaltige Bekleidung) und das Bemühen, die negativen Auswirkungen der Bekleidungsindustrie auf die Umwelt zu verringern. Am Ende eines langen Weges konnten wir das Erreichen dieses wichtigen Ziels feiern. Wir von prAna haben uns in dieser Zeit intensiv mit den Auswirkungen von Insektiziden und Pestiziden auf den Boden, und auch auf die Gesundheit von Landwirten, die herkömmliche Baumwolle anbauen, befasst. Bei prAna achten wir nicht nur darauf, dass die von uns verwendeten Rohstoffe nach besten Praktiken gewonnen werden, sondern auch darauf, dass unsere Lieferanten nachhaltig sind – denn alle Menschen sollen unserer Überzeugung nach gleich behandelt und ihre Grundbedürfnisse befriedigt werden. Deshalb mikrofinanzieren wir direkt eine Bio-Baumwoll-Erzeugergenossenschaft in Indien, die Landwirten jede Saison zinslose Kredite für den Erwerb von Baumwollsamen und anderen Materialien gewährt (siehe: Why Organic Matters — Sustainable Clothing Movement). So können die Biobauern hohe Zinsen auf Bankkredite vermeiden, denn dies hatte weltweit zu einer der höchsten Selbstmordraten von unter Landwirten geführt, die konventionelle Anbaumethoden einsetzten.

Im Fokus: die Baumwollbauern

Dank des ökologischen Landbaus sind unsere Felder fruchtbarer geworden; wir haben gelernt, wie man die richtige Fruchtfolge einsetzt. Außerdem bringt der biologische Landbau höhere Erträge. In diesem Jahr habe ich meine Arbeit als Inspektor für biologischen Landbau (VBI) in unserem Dorf aufgenommen. Die Arbeit ist schwierig, aber sehr interessant. Ich will beweisen, dass eine Frau auch als VBI arbeiten kann.

Shamshieva Sonunai, Kirgisische Genossenschaft für Bio-Landbau (Shaidan, Gebiet Dschalalabad, Kirgistan)

ABR

Der brasilianische Verband der Baumwollproduzenten (ABRAPA) ist seit 2010 Implementierungspartner der Better Cotton Initiative und arbeitet mit dem Brazilian Responsible Cotton Program (ABR) zusammen.

ABR will Folgendes umsetzen:

  • Förderung einer kontinuierlichen Entwicklung guter sozialer, ökologischer und wirtschaftlicher Praktiken, Aufbau des Images der brasilianischen Baumwolle, Sicherung des Anteils auf dem wachsenden Markt für nachhaltige Baumwolle.
  • Kontinuierliche Verbesserung des nachhaltigen Managements von Produktionseinheiten, da hierdurch eine bessere Umsetzung der Nachhaltigkeitskriterien und des ABR-Programms ermöglicht wird.
  • Sensibilisierung der Mitglieder für Nachhaltigkeitsthemen und Ausrichtung der Branche auf Themen, die für Regierungen, andere Organisationen und die Gesellschaft auf der Tagesordnung stehen.

Das ABR-Programm wird von drei Hauptthemen bestimmt: Soziales, Umwelt und Wirtschaft.

Beitritt zur ABR

Weitere Informationen Mitgliedschaft für Unternehmen finden Sie im BCI-Aufnahmeverfahren

Diagnose- und Zertifizierungskriterien

Das Prüfverfahren für die Eigentumszertifizierung (VDP) listet die notwendigen Anforderungen für die Konformitätsbewertung der Produktionseinheit auf. Maßgebend sind hierbei acht Kriterien: (1) Arbeitsvertrag; (2) Verbot von Kinderarbeit; (3) Verbot von sklavenähnlicher Arbeit oder erniedrigende oder unwürdige Arbeitsbedingungen; (4) Vereinigungsfreiheit; (5) Verbot der Diskriminierung von Personen; (6) Sicherheit, Gesundheit am Arbeitsplatz und Arbeitsumfeld; (7) Umweltschutz; (8) bewährte landwirtschaftliche Praxis.

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    www.abrapa.com.br

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    faleconosco@abrapa.com.br

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    +55 61 3028-9700

FALLSTUDIE: ABR

ABRAPA-Qualitätsprogramm für brasilianische Baumwolle:

https://www.youtube.com/watch?v=s8l6D_Vx9YM#action=share

Im Fokus: die Baumwollbauern

Carlos baut auf drei Grundstücken Baumwolle an, die seit Beginn des Programms im Jahr 2013 von BCI lizenziert und von ABR zertifiziert sind. Diese Flächen entsprechen den sich ständig weiterentwickelnden wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Anforderungen des Programms. Während der Ernte 2016/17 setzte Carlos Moresco 25 % weniger Pestizide zur Bekämpfung des Baumwollkapselkäfers als in der Saison 2015/16 ein. Durch die Kombination aus technischem Wissen, Überwachungssoftware und Betriebseffizienz konnten weitere Erfolge erzielt werden. Dank der kontinuierlichen Verbesserungen des Brazilian Responsible Cotton Program, der Better Cotton Initiative und der Erfahrungen anderer brasilianischer Baumwollbauern lernt Carlos jeden Tag mehr über nachhaltige Praktiken.

REEL (Responsible Environment Enhanced Livelihoods)

Das REEL Cotton Programme ist ein dreijähriges Landwirtschaftsprogramm, das Landwirten Schulungen in nachhaltigen Anbaumethoden für Baumwolle schult. Das von CottonConnect in Partnerschaft mit führenden Marken und Einzelhändlern durchgeführte Programm steigert nachweislich die Erträge und Gewinne der Landwirte und reduziert gleichzeitig die Umweltbelastung. REEL Cotton kann dank der Zusatzorganisation TraceBale vom Laden bis zum Landwirt vollständig zurückverfolgt werden. Marken können dieses zusätzliche, nicht verpflichtende Angebot von TraceBale als Teil der von CottonConnect erwarteten Unterstützung bei der Abbildung der Lieferkette und der Marktverbindungen nutzen.

Seit 2010 haben vor allem in Indien, China, Pakistan und Peru über 20.000 Landwirte an REEL-Schulungsprogrammen teilgenommen.

Geprüft wird das REEL-Baumwollprogramm durch den eigenständigen, gemeinsam mit FLOCERT entwickelten Verhaltenskodex namens REEL Code. Anhand dieses Kodex wird überprüft, ob die Landwirte im REEL-Programm nachhaltige Praktiken anwenden. Hierbei gewährleisten zusätzliche Elemente die Rückverfolgbarkeit und Beschäftigung unter menschenwürdigen Bedingungen.

Der Kodex basiert auf acht Prinzipien:
1. Managementkompetenzen
2. Anbau- und Feldmanagement
3. Bodennährstoffmanagement
4. Schädlingsbekämpfung
5. Wassermanagement
6. Schutz des Ökosystems
7. Abfallmanagement
8. Institutionen und Verbände

REEL ist ein eher ein Kodex als ein Standard. REEL kann daher auf Nachhaltigkeitsthemen zugeschnitten werden, die für Marken und Einzelhändlerin in Bezug auf ihre Lieferketten von Bedeutung sind. Zu den sozialen Aktionsprogrammen gehören „Women in Cotton“ (Frauen im Baumwollgeschäft), „Farmer Business School“ (Grundlagen des Baumwollgeschäfts) und „Health and Safety in Cotton Gins“ (Gesundheit und Sicherheit bei der Baumwollverarbeitung).

Mitgliedsbeiträge:

CottonConnect plant, eine Standardvorlage für eine Gebührenstrukturvorlage zu veröffentlichen. CottonConnect kann die Gebührenstruktur für die Entwicklung, Verifizierung und Zertifizierung von Programmen je nach geografischer Lage, Projektgröße und erforderlicher Optimierung der Lieferkette festlegen.

REEL Bewerbungsverfahren

  1. Senden Sie Ihren Antrag zur Bewertung an REEL
  2. REEL lässt den Antrag durch die externe Prüfstelle FLOCERT bewerten (der Antrag wird angenommen oder abgelehnt)
  3. FLOCERT koordiniert das Prüfverfahren und führt es vor Ort durch
  4. FLOCERT erstellt den Bewertungsbericht und übermittelt ihn an die RCI-Zentrale.
Mitgliedschaft
  1. Dreijähriger landwirtschaftlicher Lehrgang über nachhaltige Anbaumethoden für Baumwolle
  2. Der REEL Cotton Code wird mit FLOCERT entwickelt und von FLOCERT unabhängig geprüft
  3. CottonConnect kann die Gebührenstruktur für die Entwicklung, Verifizierung und Zertifizierung von Programmen je nach geografischer Lage, Projektgröße und erforderlicher Optimierung der Lieferkette festlegen
Audits/Verifizierung
  1. Bewertungsinstrument für die Verifizierung muss von der Erzeugergruppe ergänzt werden.
  2. Bewertungsauftrag mit Beschreibung des Umfangs, der zeitlichen Vorgaben, der Referenzen des Dolmetschers usw.
  3. Kontrolle der Konformitätsbewertungen des Prüfers anhand einer Selbsteinschätzung.
Produkt-Prämie

Kein Prämienmodell.

FALLSTUDIE

Unterstützung von Primark bei der nachhaltigen Beschaffung von Baumwolle und bei der Optimierung der Lebensverhältnisse von Baumwollbauern und ihren Familien.

Seit 2013 arbeitet CottonConnect mit Primark und der Self-Employed Women’s Association (SEWA, Verband selbstständig tätiger Frauen) für das Ausbildungsprogramm von Primark für nachhaltige Baumwolle zusammen. Das auf REEL Cotton basierende Primark Sustainable Cotton Programme hat in der indischen Region Gujarat in den ersten drei Jahren 1251 Baumwollbäuerinnen ausgebildet. Auf Grund des unerwarteten Erfolgs des Programms beschloss Primark 2016, die Ausbildungsinitiative in den kommenden sechs Jahren auf 10.000 Baumwollbäuerinnen auszuweiten. Sie unterstützen auch die CottonConnect-Programme „Farmer Business School“ (Grundlagen des Baumwollgeschäfts) und „Rights and Life Skills Education“ (allgemeine Kompetenzen und Rechte) zum Aufbau von Resilienz und Kapazitäten in den Baumwollgemeinden.

Weitere Informationen über die Partnerschaft von CottonConnect und Primark erhalten Sie hier.

Im Fokus: die Baumwollbauern

„Dank des Programms REEL Cotton haben wir erfahren, welche wesentlichen Nährstoffe für einen gesunden Baumwollanbau benötigt werden. Seit so vielen Jahren konnten wir zum ersten Mal höhere Erträge und eine bessere Qualität erzielen, weshalb wir für unsere Baumwolle einen höheren Marktpreis erzielten. – Godiben Vasani, Baumwollbauer aus Surendranagar, Bundesstaat Gujarat, Indien.

Das Cotton LEADS™ Programm

Das Cotton LEADSTM-Programm basiert auf einer Partnerschaft zwischen der australischen und US-amerikanischen Baumwollindustrie. Das Ziel besteht darin, dank einer gemeinsamen Anstrengung Textilunternehmen entlang der globalen Lieferkette in die nachhaltige Baumwollproduktion einzubinden. Über 500 Marken, Einzelhändler und Hersteller sind Mitglieder des Cotton LEADSTM-Programms. Sie wollen die Bemühungen um Nachhaltigkeit in den beiden Gründungsländern tatkräftig unterstützen.

Australien und die USA verpflichten sich als Baumwollproduzenten zu Nachhaltigkeit, Rückverfolgbarkeit, Datenerfassung und zur Unterstützung von Forschung und Technologie. Baumwolle wird in den beiden Cotton LEADS-Ländern unter strenger Aufsicht des Staats und der Industrie angebaut. Hierdurch soll gewährleistet werden, dass die Sicherheit von Arbeitnehmern, Verbrauchern und Umwelt während der Produktion Vorrang hat.

Dank dieses nationalen Ansatzes können kontinuierliche Verbesserungen auf einer breiten Ebene wirksam umgesetzt werden, so dass die meisten Landwirte und nachgelagerte Unternehmen davon profitieren können.

Für viele Abnehmer bietet Cotton LEADS die Gewähr, dass Baumwolle aus Australien und den USA nachhaltig produziert wurde.

Website: www.cottonleads.org

Anfragen: http://cottonleads.org/contact-cotton-leads/

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    www.cottonleads.org

FALLSTUDIE: HUGO BOSS

Heinz Zeller

Leiter Nachhaltigkeit & Logistik

HUGO BOSS

„Für eine transparente globale Lieferkette müssen erst einmal nationale Nachhaltigkeitsprogramme anerkannt werden, denn nur so entspricht man der enormen Komplexität des weltweiten Baumwollanbaus. Im Fall von HUGO BOSS ergänzen sich die fünf Grundprinzipien des Nachhaltigkeitsprogramms Cotton LEADS™ und das Baumwoll-Engagement des Unternehmens sehr gut. Die Transparenz ist dank der Programme zur kontinuierlichen Verbesserung und des Rückverfolgbarkeitssystems Cotton LEADS™ mit seiner eindeutigen Ballenidentifikationsnummer gewährleistet. Baumwolle ist unser wichtigster Rohstoff und die Verfügbarkeit von Baumwolle mit langer und extralanger Stapellänge sowie die hohe Reinheit der Baumwollfasern sind für die Produkte von HUGO BOSS von entscheidender Bedeutung.“

Im Fokus: die Baumwollbauern

Hamish und Mary McIntyre
McIntyre Agriculture
St George, Queensland, Australien

„Wir waren schon immer an myBMP beteiligt, und vor etwa fünf Jahren haben wir uns entschlossen, ein Zertifizierungsverfahren zu beantragen. Hierdurch konnten wir Programme zur Verbesserung des Landwirtschaftsbetriebs finanzieren, und für unser Geschäft war dies nur von Vorteil. Wir können nun nachweisen, dass wir in Bereichen wie z. B. Mitarbeitersicherheit und Bodengesundheit die höchsten Industriestandards einhalten. Ein Nachhaltigkeitsprogramm wie Cotton LEADS ist gut für den Endverbraucher, weil er darauf vertrauen kann, dass die Baumwolle seines Kleidungsstücks nachhaltig und nach ethischen Kriterien produziert wurde. Wir produzieren über dem Weltdurchschnitt, und deshalb ist es wichtig, dass wir in allen Bereichen führend sind. Der Endverbraucher kann sämtliche kritische Fragen an das Produkt abhaken.“

e3Cotton von Bayers CropScience

e3-Landwirte verpflichten sich, Baumwolle effizienter und umweltverträglicher anzubauen. Unabhängige Auditoren bestätigen die Verpflichtung eines Landwirts, e3-Baumwolle in den Vereinigten Staaten umweltverträglich und wirtschaftlich und sozial vertretbar anzubauen. Für e3 wird in den USA hochwertiges Saatgut verwendet, aus dem hochqualitative Fasern und Garne entstehen. Das e3-Programm unterstützt die Landwirte mit der neuesten Technik. e3 deckt außerdem den Bedarf der Verbraucher durch große Mengen an nachhaltig produzierter Baumwolle.

Beitritt zum Programm

  1. Die Landwirte verpflichten sich, Baumwolle effizient und nachhaltig anzubauen
  2. Unabhängige externe Auditoren bestätigen das Engagement eines Landwirts zum Anbau von e3-Baumwolle
  3. Für die gesamte e3-Baumwolle wird das zertifizierte und rückverfolgbare Saatgut FiberMax® bzw. Authentic Stoneville® von Bayer Crop Science verwendet
  4. Alljährlich sind die erzielten Verbesserungen in allen Regionen und Ländern von den Landwirten nachzuweisen
  5. Eine Drittpartei führt Stichprobenkontrollen der Ausgangswerte durch. Wird kein Verbesserungsversuch unternommen, kann der Produzent nicht aufgenommen werden
Mitgliedschaft
  1. Den Landwirten entstehen durch die Teilnahme keine Kosten. Teilnahmevoraussetzung: Jährliche Anmeldung und Qualifikation
  2. Für die gesamte e3-Baumwolle wird das zertifizierte und rückverfolgbare Saatgut FiberMax® bzw. Authentic Stoneville® von Bayer Crop Science verwendet
Audits/Verifizierung

Die Produzenten von e3-Baumwolle stimmen der Zertifizierung, Verifizierung und den unabhängigen Audits durch Wakefield Inspections zu.

Produkt-Prämie
  1. Eine bessere Aufwandseffizienz führt zu besseren Ergebnissen und einem höheren Gewinn
  2. e3-Bauern wird pro Ballen ein kleiner Anreiz für Investitionen in nachhaltige Optimierungsverfahren gezahlt
  3. Eine kleine Prämie wird mit der jeweiligen Einzelhandels- und Bekleidungsmarke ausgehandelt
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